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Arbeitsplatzanalyse und Belastungsbewertung

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Arbeitsplatzanalyse und Belastungsbewertung

Arbeitsplatzanalyse:  Allgemeiner Überblick

Auch auf dem Gebiet der Arbeitsplatzanalyse existieren eine Vielzahl von Methoden zur Belastungsbewertung. Die Bandbreite erstreckt sich bei der Belastungsbewertung von Screening-Methoden hin zu Expertenverfahren und variiert hinsichtlich der Anwendungsbedingungen und des Einsatzbereichs. Faktoren, welche für eine vorausschauende Gestaltung des Arbeitsplatzes im Kontext der Demographie und so auch große Wichtigkeit bei der Analyse des Arbeitsplatzes finden, erforderlich sind, finden keine ausreichende Beachtung. Angestrebt wird daher die Ausarbeitung einer Kurzprüfung, welche eine Ergänzung der vorhandenen Verfahren um altersbezogene Einflussfaktoren umfasst.

Als Sammelbegriff für vier Teilprüfungen wird die Arbeitsplatzanalyse verwendet: Aufgaben-, Situations- und Rollenanalyse, die die Anforderungsanalyse ermöglicht.

Arbeitsplatzanalyse: Das Vorgehen im Rahmen einer Arbeitsplatzanalyse

Erarbeitung eines Anforderungsprofils im Rahmen einer Belastungsbewertung

Im Rahmen der Arbeitsplatzanalyse wird üblicherweise von einer Aufgabenanalyse aus dem Blickwinkel der Organisation ausgegangen. Interessant ist sie insoweit, da sich mit ihr eine komplexe Tätigkeit in Unteraufgaben untergliedern lässt, woraus wiederum konkrete Erfordernisse in Form von Leistungsanforderungen hergeleitet werden können. Die Ergänzung der Aufgabenanalyse ist die Zustandsanalyse. Sie konzentriert sich auf die Struktur der Erfüllungsprozesse, die Untersuchung der Arbeitsverhältnisse und die Analyse der Möglichkeiten der Leistungserfüllung. Im Mittelpunkt der Rollenanalyse werden die persönlichen Wechselwirkungsbeziehungen zwischen den Arbeitnehmern und externen Partnern betrachtet. Die Resultate bilden auch die Basis für die Herleitung der Qualifikationsanforderungen in Rahmen einer Anforderungsanalyse für die Arbeitsplatzanalyse. Ziel der Anforderungsanalyse ist unter anderem die systematisierte Bestimmung der gegenwärtigen Voraussetzungen für die Ausführung einer Tätigkeit am Arbeitsplatz. Sie orientiert sich an den vorgeschalteten Unterbereichen der Analyse des Arbeitsplatzes und entwickelt aus den Resultaten die spezifischen Erfordernisse hinsichtlich der Qualifikation der Beschäftigten. In der Regel erfolgt dies mit Blick auf konkrete Anforderungsarten. Ihre Auswertung lässt sich in Form eines Anforderungsprofil abbilden. Für die Prognostizierung künftiger Anforderungen wird eine Bedarfsprognose durchgeführt. Auf der Basis der Stellenanalyse erfolgt eine Stellenbewertung. Gegenwärtig existiert bislang kein ausreichendes Theoriemodell, welches es erlaubt, diese Erfordernisse anhand von Arbeitsaufgaben zu ermitteln. Die vielfach verwendeten Erfordernisse sind vielfach nur schwer zu differenzieren und ihre Merkmale lassen sich nur schwer und unzuverlässig erfassen. In der Ermittlung von Qualifikationsanforderungen wird nicht zuletzt auch erkennbar, dass diese weniger eine objektive Herleitung aus Tätigkeitsaufgaben, sondern vielmehr das Resultat eines Vermittlungsprozesses sind.

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Arbeitsplatzanalyse: Unterschiedliche Verfahren der Belastungsbewertung

Unterschiede in den Herangehensweisen bei einer Arbeitsplatzanalyse

Nachstehend lassen sich folgende Verfahren der Arbeitsplatzanalyse differenzieren: Auf der einen Seite handelt es sich bei dieser Art der Belastungsbewertung um nicht standardisierte Verfahren, wie bestehende Tätigkeitsbeschreibungen, freie Berichte von Arbeitnehmern, frei verfasste Arbeitsberichte von Arbeitsanalytikern und Vorgesetzten, Arbeitsleistung des Arbeitsanalytikers und die Analyse von Unterlagen. Auf der anderen Seite gibt es semi-standardisierte Verfahren, etwa die Critical Incident Technique, ein Betriebstagebuch, Observation und Befragung. Als dritter Punkt der Arbeitsplatzanalyse gelten standardisierte Verfahren, wie Fragenkataloge, Beobachtungsgespräche und Prüflisten. Zur Analyse finden diese unterschiedlichen Verfahren sowohl separat als auch in Verbindung miteinander in unterschiedlichen Verfahren Anwendung. Diese Verfahren der Belastungsbewertung werden folgendermaßen strukturiert:

Die nicht-psychologischen, technisch-arbeitswissenschaftlich orientierten Untersuchungen der Arbeitsplatzanalyse sind jene, die anhand von Arbeitsablauf-, Bewegungs-, Bedarfs- und Belastungsstudien Arbeitsprozesse zu gestalten und zu vereinfachen, Stress zu verringern und die Arbeitsbedingungen zu überprüfen und verbessern versuchen. Bei dieser Belastungsbewertung stehen die Arbeitsbedingungen und die technisch-organisatorischen Arbeitsinhalte im Fokus; es entstehen vor allem arbeits-/leistungsorientierte Untersuchungen.

Arbeitsplatzanalyse: Methoden

Hilfreiche Methoden zur Belastungsbewertung

Mit Methoden der psychologisch orientierten Analyse wird versucht, die wahrnehmbaren und zweifelhaften Handlungsweisen der Mitarbeiter am Arbeitsplatz gezielt und psychologisch zu bestimmen.  Im Zuge dieser personalen Orientierung erfolgt eine Fokussierung auf die grundsätzliche Erfassung von Mitarbeiterverhalten und Verhaltensmustern am Arbeitsort. Parallel muss sich jedoch für die Arbeitsplatzanalyse ein möglichst umfassendes Gesamtbild der Arbeitssituation geschaffen werden. Es gilt, bei der Belastungsbewertung verschiedene Verfahren zu differenzieren: Tätigkeits- oder handlungsorientierte Zugänge leiten sich aus konkreten betrieblichen Erfahrungswerten ab.  Exemplarisch sei hier im Rahmen der Belastungsbewertung genannt: Fragebogen zur Tätigkeitsbeschreibung des leitenden Mitarbeiters, Fragebogen zur Positionsbeschreibung des leitenden Mitarbeiters, Fragebogen zur Arbeitsplatzanalyse und andere, Fragebogen zur Beschreibung der Managementposition Verhaltensorientierte Ansätze basieren auf dem bei der Aufgabenerfüllung beobachteten Verhalten. Die wesentlichen Verfahrenstypen sind der Fragenkatalog zur Positionsanalyse, der Fragebogen zur Arbeitsanalyse, die Aktivitätsanalyse am Tag von Frieling und anderen, das arbeitswissenschaftliche Verfahren zur Aktivitätsanalyse, Skalen zur Verhaltensbeobachtung. Persönlichkeitsorientierte Ansätze begreifen Persönlichkeitsmerkmale als Basis für die wirksame Aufgabenerfüllung.

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Eine Belastungsbewertung mit Motion-Mining®

Der Vorteil von Motion-Mining® Arbeitsplatzanalysen

Arbeitsplatzanalysen im Rahmen des MotionMining-Lösungsansatzes zeigen versteckte Optimierungspotentiale auf. Der Lösungsansatz, auf Basis der Arbeitsplatzanalyse, erlaubt eine Belastungsbewertung der manuellen Arbeit mit Wearables (tragbare Sensoren, ähnlich Fitnesstracker) und einem Tiefenlernalgorithmus, besser bekannt als künstliche Intelligenz. Arbeitsprozesse werden, während der Arbeitsplatzanalyse automatisch und anonym erfasst, durch künstliche Intelligenz verarbeitet und in menschenlesbare Kennzahlen umgewandelt. Derzeit unterscheiden wir bei unseren Ergonomieanalysen (einer variante der Arbeitsplatzanalyse) zwischen mehr als 60 unterschiedlichen Bewegungsabläufen. Kritische Bewegungen wie Bücken aus dem Rücken, Tragen, Heben, Halten, Überkopfaktivitäten werden bei der Belastungsbewertung betrachtet. Diese Bewegungen werden in Bewegungsintervallen, während der Ergonomienanalyse (Arbeitsplatzanalyse), aufgezeichnet. Neben den typischen Bewegungen fließen auch Vibrationen und Repetitionen in die Belastungsbewertung mit ein. Auf Grundlage der Daten aus der Arbeitsplatzanalyse können Über- und Dauerbelastungen in der Belastungsbewertung erkannt und Maßnahmen zur Vermeidung abgeleitet werden.

Üblicherweise werden derartige Arbeitsplatzanalysen hinsichtlich der Effizienz und Ergonomie, wie z.B. MTM, REFA oder Leitmerkmalmethode, manuell durchgeführt. Diese Methoden der Arbeitsplatzanalyse sind somit äußerst zeitaufwendig, spezifisch und erfordern ein tieferes Prozessverständnis. Traditionell werden diese Arbeitsplatzanalysen beispielsweise aufgezeichnet und dann von einem geschulten Prozessingenieur mit Hilfe einer Stoppuhr und einer Zwischenablage ausgewertet (Belastungsbewertung). Da der Prozessingenieur einen einzelnen Mitarbeiter über die gesamte Dauer der Arbeitsplatzanalyse hinweg begleitet und zur Dokumentation u.a. Foto- oder Videoanalysen verwendet, sind derartige Arbeitsplatzanalysen grundsätzlich nicht anonym. Hingegen sind Arbeitsplatzanalysen mit Motion Mining über den gesamten Aufzeichnungszeitraum und die anschließende Belastungsbewertung anonym. Bei der Belastungsbewertung einer Arbeitsplatzanalyse werden nur Durchschnittswerte verwendet, d.h. es werden mindestens zwei Datenspuren ausgewertet. Prozessverantwortliche werden durch unsere Motion-Mining® Technologie in die Lage versetzt, Prozessanalysen (Arbeitsplatzanalysen) häufiger, über einen längeren Zeitraum und mit mehreren Mitarbeitern gleichzeitig durchzuführen.

Motion-Mining® Arbeitsplatzanalysen werden momentan vornehmlich in den Branchen Produktion und Logistik durchgeführt. Im Health-Care Bereich sind wir im Hinblick auf die Belastungsbewertung, zudem erste Schritte mit Pilotprojekten gegangen. Die Arbeitsplatzanalyse wird in Hinsicht auf die Erfassung von innerbetrieblichen Materialflüssen, Pflegeaktivitäten und deren Dokumentation durchgeführt.

Mit der MotionMiners GmbH haben Sie mit Motion-Mining nicht nur ein leistungsstarkes Werkzeug zur Hand, welches die Prozesse automatisiert erfasst und analysiert, sondern auch erfahrene Prozessingenieure, die Ihnen bei der Wahl der richtigen Methoden zur Belastungsbewertung unterstützen.

Zwei Mitarbeiter der MotionMiners GmbH bei der Prozessoptimierung in einer Lagerhalle im Logistikbereich. Mit der Motion-Mining-Technologie führen sie eine automatisierte und optimierte Datenerfassung durch. Two employees of MotionMiners GmbH during an optimizing process in a warehouse in the logistics sector. They use motion mining technology to perform automated and optimized data acquisition.
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