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Physische Belastung &

Muskel Skelett Erkrankung

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Physische Belastung: Muskel Skelett Erkrankung allgemeine Erklärung

Die Ursachen, die Vermeidung und die Kosten von Muskel Skelett Erkrankungen

Bei der Berufsausübung entstehen durch zu große physische Belastung, wie etwa schweres Heben und Tragen, Beschwerden des Muskel-Skelett-Systems. Hier werden die Ursachen, die Vermeidung und die Kosten von Muskel Skelett Erkrankungen aufgezeigt.

Erkrankungen des Bewegungsapparates, des so genannten Stütz- und Bewegungssystems, zählen zu der Gruppe der Muskel Skelett Erkrankung. Bei einer Muskel Skelett Erkrankung können sämtliche Regionen beeinträchtigt sein, wie beispielsweise Bänder, Blutgefäße, Knorpel, Sehnen, Knochen usw. Zu diesem Sammelbegriff zählen außerdem sämtliche Arten von gesundheitlichen Einschränkungen, angefangen bei geringfügigen und temporären Beschwerden bis zu starken chronischen, irreversiblen Beeinträchtigungen.

Physische Belastung: Ursachen und Langzeitschäden einer Muskel Skelett Erkrankung

Physische Belastung als Auslöser einer Muskel Skelett Erkrankung

In der Arbeitswelt und im Privatleben bestehen vielfältige Gründe für Krankheitsunfähigkeit. Eine beruflich bedingte Muskel Skelett Erkrankung tritt vor allem durch physische Belastung am Arbeitsplatz auf. Als typischer Vorgang gilt das Heben und Tragen schwerer Lasten, wodurch es zu einer fehlerhaften Belastung des Muskel-Skelett-Systems kommt.

Krankheitsbilder bedingt durch degenerative Erkrankung des Rückens oder Arthrose des Kniegelenks führen im Allgemeinen zu einer Einschränkung der Motorik wie Kraft, Koordination und Beweglichkeit. Mit diesen Einschränkungen kann physische Belastung bei der Arbeit, wie das Heben und Tragen von Lasten, nicht oder nur eingeschränkt erfüllt werden. Unter den Ausdruck "arbeitsbedingte Muskel Skelett Erkrankung" fallen Erkrankungen und Beschwerden des Bewegungsapparates oder des Stütz- und Bewegungsapparates, die in Verbindung mit der beruflichen Tätigkeit und durch physische Belastung auftreten.

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Physische Belastung: Präventionsmöglichkeiten

 Handlungsmöglichkeiten im Rahmen des arbeitsbedingten Gesundheitsmanagements

Die Möglichkeiten der Prävention einer Muskel Skelett Erkrankung, durch eine physische Belastung, sind vielfältig. Beratung und Schulungen gehören hier genauso dazu wie arbeitsplatzbezogene Maßnahmen.

Präventionsmöglichkeiten für eine Muskel Skelett Erkrankung:

  • arbeitsbedingte Muskel Skelett Erkrankung (direkt durch die Arbeit verursacht)

  • durch die Arbeit mitverursachte Muskel Skelett Erkrankungen

  • Arbeitnehmer, die - unabhängig von der Ursache - ihre Arbeit mit einer Muskel Skelett Erkrankung verrichten

Dabei bieten sich primär-, sekundär- und tertiärpräventive Ansatzpunkte neben verhaltens- und beziehungspräventiven Konzepten an, welche im Rahmen des arbeitsbedingten Gesundheitsmanagements herangezogen werden können.

Physische Belastung: Prävention einer Muskel Skelett Erkrankung

Herleitung arbeitsplatzbezogener, betrieblicher und beschäftigungsbezogener Maßnahmen

Gesundheitsbewusste Gestaltung der Arbeitssituation - Ergonomie, eine umfassende Risikoanalyse zur Identifizierung und Evaluation der Beanspruchung (physische Belastung) des Muskel-Skelett-Systems durchführen, inklusive der Herleitung arbeitsplatzbezogener, betrieblicher und beschäftigungsbezogener Maßnahmen.

Gezielte Konsultationen, Schulung, Unterweisung und Training von Mitarbeitern in Arbeitsverhältnissen, unter welchen Muskel-Skelett-Belastungen und schließlich eine Muskel Skelett Erkrankung eintreten können

Persönliche Betreuung von Mitarbeitern mit Fokus auf den Bewegungsapparat sowie zur frühzeitigen Entdeckung individueller Gefährdungsfaktoren wie ungesunde Ernährung und sportliche Betätigung, etwa im Kontext der beruflichen Gesundheitsvorsorge; Anwendung von (beruflichen) Wiedereingliederungsmaßnahmen.

  • Maßgeschneiderte individuelle Angebote zur Förderung der Gesundheit, wie z.B. Trainingsprogramme (einschließlich Konzepte zur Gesundheitserziehung)

  • Betriebliche Integrationsprogramme; Beschäftigungskonzepte für ältere und chronisch kranke Menschen

  • Gestaltung und Entwicklung von partizipativen sozialen Beziehungen im Unternehmen; Mitarbeiterführung

Ungeachtet der Integrations- und Rehabilitationsmaßnahmen: Mitarbeitende mit einer Muskel Skelett Erkrankung sind oft nicht in der Lage, wieder an ihren früheren Arbeitsplatz zu arbeiten.

Zudem stehen für Arbeitnehmer mit einer Muskel Skelett Erkrankung die medizinische Wiedereingliederung und die betriebliche Eingliederung nach längerer Krankheit im Vordergrund. Etwa 2000 anerkannte arbeitsbedingte Erkrankungen und inzwischen regelmäßig über zehn Prozent Frühverrentung im Zuge von einer Muskel Skelett Erkrankung weisen jedoch jährlich auf die Grenzen dieser Maßnahmen hin. Ist die berufliche Wiedereingliederung gar nicht oder nur bedingt möglich, tritt das Entschädigungsverfahren in den Vordergrund.

Physische Belastung: Scheitern der (Re-)Integration und Kompensationen bei einer Muskel Skelett Erkrankung

Es existiert eine Vielzahl bedeutender und bereits bekannter ursächlicher Beziehungen zwischen einer betrieblichen (physische) Belastung und den daraus resultierenden möglichen Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Auf der Grundlage der BKV oder der Liste der Berufskrankheiten hat ein Arbeitgeber die Möglichkeit, die Expositionen zu ermitteln, bei denen sich Initiativen zur Verhütung einer Muskel Skelett Erkrankung besonders eignen.

Physische Belastung: Krankheiten zu anerkannten Berufskrankheiten

Verantwortlich für die Eintragung von Krankheiten in den Katalog von Berufserkrankungen ist der Ärztliche Sachverständigenrat "Berufskrankheiten". Der ärztliche Sachverständigenbeirat ist ein weisungsfrei arbeitendes Beratungsorgan, welches das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) bei der Entscheidungsfindung in medizinisch-wissenschaftlichen Angelegenheiten berät. Der Beraterkreis prüft und evaluiert in diesem Zusammenhang den wissenschaftlichen Erkenntnisstand einerseits im Zusammenhang mit der Anpassung bestehender berufsbedingter Erkrankungen und andererseits mit dem Ziel, neue Berufskrankheiten in die Verordnung über Berufskrankheiten zu integrieren. Auf der Grundlage der vorliegenden Forschungsergebnisse gibt der Sachverständigenrat im Anschluss an die Untersuchung gegenüber dem Ministerium entsprechende Handlungsvorschläge und Positionen ab.

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Physische Belastung: Erkrankungen des Bewegungsapparates

Untersuchung des Zusammenhangs zwischen der Erkrankung und der Arbeitsbelastung

Weitere Erkrankungsarten des Bewegungsapparates, verursacht durch eine hohe körperliche Belastung, werden gegenwärtig vom medizinischen Fachbeirat in den sogenannten "Konsultationsstatus" einbezogen. Damit findet eine erste, vorläufige Untersuchung im Zusammenhang mit der Ausarbeitung einer neuen wissenschaftlichen Stellungnahme bezüglich einer neuen Berufskrankheit statt. In Bezug auf zwei Berufskrankheiten konnte damit ein angemessener wissenschaftlicher Befund für einen kausalen Bezug zwischen einer möglicherweise beeinträchtigenden Folge und dem Auftreten dieser Erkrankungen gewonnen werden.

Inzwischen untersucht der ÄSVB die allgemeine Anwendbarkeit, sprich das Bestehen medizinisch-wissenschaftlicher Kenntnisse über den prinzipiellen Kausalzusammenhang von möglichen negativen Folgen und dem Auftreten der Erkrankung, auf ihre allgemeine Tauglichkeit. Die Muskel- und Skelett Erkrankungen, die gegenwärtig die Konsultationsphase durchlaufen, sind die Arthrose des Hüftgelenks durch Heben und Tragen schwerer Lasten und die Muskel Skelett Erkrankung der Schulter aufgrund von Arbeiten oberhalb der Schulter.

Nach Ermittlung der allgemeinen Eignung erfolgt anschließend noch die Feststellung des Auftretens einer sog. "gruppentypischen Risikoerhöhung". Dabei wird geprüft, inwieweit eine Person, die den gesundheitsschädlichen Wirkungen bei ihrer versicherten Tätigkeit exponiert ist, ein im Vergleich zur allgemeinen Bevölkerung erheblich erhöhtes Erkrankungsrisiko aufweist.

Physische Belastung: Ermittlung physischer Belastungen mittels Motion-Mining®

Ergonomieanalysen zur Aufdeckung von Verbesserungspotentialen

Ergonomieanalysen im Zuge des Motion-Mining®-Lösungsansatzes decken verborgene Optimierungspotentiale auf. Der Lösungsansatz erlaubt eine Bewertung der manuellen Arbeit unter Verwendung von Wearables (tragbare Sensoren, ähnlich wie Fitnesstracker) und eines Tiefenlernalgorithmus, besser bekannt als künstliche Intelligenz. Arbeitsprozesse werden automatisch und anonym erfasst, durch künstliche Intelligenz verarbeitet und in menschenlesbare Kennzahlen umgewandelt. Derzeit unterscheiden wir bei unseren Ergonomieanalysen zwischen mehr als 60 unterschiedlichen Bewegungsabläufen. Kritische Bewegungen wie Bücken aus dem Rücken, Tragen, Heben, Halten, Überkopfaktivitäten werden bei der Ergonomieanalyse betrachtet. Diese Bewegungen werden in Bewegungsintervallen, während der Ergonomienanalyse, aufgezeichnet. Neben den typischen Bewegungen können auch Vibrationen und Repetitionen im speziellen erkannt werden. Auf Grundlage der Daten aus der Ergonomieanalyse können Über- und Dauerbelastungen erkannt und Maßnahmen zur Vermeidung abgeleitet werden.

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Zwei Mitarbeiter der MotionMiners GmbH bei der Prozessoptimierung in einer Lagerhalle im Logistikbereich. Mit der Motion-Mining-Technologie führen sie eine automatisierte und optimierte Datenerfassung durch. Two employees of MotionMiners GmbH during an optimizing process in a warehouse in the logistics sector. They use motion mining technology to perform automated and optimized data acquisition.
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