Virtueller Prozessmanager übernimmt Interpretation von Kennzahlen
Der Intralogistik-Optimierer MotionMiners erweitert seine Analyseplattform MotionMiners PROCESS INTELLIGENCE um einen „virtuellen Prozessmanager“.

Der Intralogistik-Optimierer MotionMiners erweitert seine Analyseplattform MotionMiners PROCESS INTELLIGENCE um einen „virtuellen Prozessmanager“.
Dortmund, 15.01.2026 – Der Intralogistik-Optimierer MotionMiners erweitert seine Analyseplattform MotionMiners PROCESS INTELLIGENCE um einen „virtuellen Prozessmanager“. Die neue Funktion deckt auf Basis der erhobenen Bewegungs- und Aktivitätsdaten automatisiert Prozessschwachstellen auf und ordnet den Problemfeldern passende Lösungsansätze inklusive potenzieller Anbieter zu. „Die Kennzahlenanalyse, die bislang fundiertes Prozesswissen und manuelle Interpretation erforderte, wird dabei von unserem Analysedashboard übernommen“, präzisiert MotionMiners-Geschäftsführer Sascha Kaczmarek die Neuerung. Einen Prototyp präsentiert MotionMiners auf der auf der Logistikmesse LogiMAT in Stuttgart (24. bis 26. März 2026, Halle 4, Stand C25).
Grundlage des neuen Analysetools sind mehr als 500.000 erfasste Prozessdatenstunden aus acht Jahren Motion-Mining-Projekten. Rein rechnerisch ergibt sich daraus ein Erfahrungsschatz von drei Jahrhunderten, der für standardisierte Analysen anonymisiert nutzbar gemacht wird.
„Unser Ziel war es, aus den Bewegungs- und Aktivitätsdaten nicht nur reine Prozesskennzahlen, sondern daraus abgeleitete Problemfelder und passende Lösungsansätze zu generieren“, erklärt Kaczmarek. Im Ergebnis wird das Analysetool künftig in der Lage sein, eine Vielzahl von Schwachstellen-Typen unterscheiden zu können. Standardisiert erkannt werden beispielsweise lange Laufwege, hohe Such- oder Wartezeiten und ergonomisch ungünstige Tätigkeiten wie häufiges Arbeiten in gebeugter Haltung.
Mit dem Modul baut das Unternehmen seine Analyseplattform MotionMiners PROCESS INTELLIGENCE weiter aus. Schon bisher wurden die erhobenen Bewegungs- und Aktivitätsdaten automatisiert in über 100 mögliche Prozesskennzahlen übersetzt.
"Die Interpretation dieser Kennzahlen – also die Frage, welches konkrete Problem und welche möglichen Lösungen sich daraus ergeben – lag jedoch bei den Anwender:innen. Diesen manuellen Zwischenschritt schließt das neue Feature“, verdeutlicht Kaczmarek und leitet ab, „künftig erkennt die Software automatisch vorhandene Schwachstellen und entlastet Prozessingenieur:innen von zeitaufwändigen Auswertungen. Den Weg zur Lösung liefert das Dashboard gleich mit. Vorgeschlagen werden verschiedene Optimierungsoptionen inklusive einer Anbieterauswahl.
Möglich wird der ganzheitliche Ansatz durch die Integration der webbasierten Plattform MotionMiners SOLUTIONS, die 2023 gestartet ist, inzwischen über 420 Produkte und Dienstleistungen umfasst und stetig weiterwächst. „Mit unserem neuen Feature verschmelzen wir unsere Analyse- und Lösungswelt zu einer nahtlosen und schnellen Prozessoptimierung aus einer Hand, die kein großes Vorwissen erfordert“, folgert Kaczmarek.
Die kostenlos nutzbare Plattform MotionMiners SOLUTIONS wurde in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Über eine geführte Suche – unterstützt durch ein integriertes Large Language Model – lassen sich Herausforderungen bei Logistikprozessen in Alltagssprache beschreiben. Die Plattform übersetzt die Eingaben in passende Problemfelder und schlägt vergleichbare Lösungsangebote verschiedener Anbieter vor.
Schritt in Richtung automatisierte Prozessoptimierung
Aus Sicht von Kaczmarek ist durch die Kombination des neuen Analysetools mit der Lösungsdatenbank ein weiterer Schritt in Richtung einer automatisierten Prozessoptimierung gelungen. Er fasst zusammen: „Entstanden ist ein durchgängiger Dreiklang aus Datenerhebung, automatisch erkanntem Problem und konkreter Lösungsempfehlung.“
Die Grundlagen des virtuellen Prozessmanagers werden im Rahmen des Projekts „SENSOMAI“ entwickelt und vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Die Beta-Phase mit ausgewählten Kunden soll im laufenden Jahr starten. Die Weiterentwicklung der Funktion ist darauf ausgelegt, den Wissensschatz aus Motion-Mining-Projekten kontinuierlich auszubauen und für die Branche verfügbar zu machen.
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