Die Blackbox Flotte: Wie Motion-Mining® zeigt, dass 3 von 10 Staplern überflüssig sind
Die Flottenanalyse mit Motion‑Mining® zeigte, dass nur etwas über 25 % der realen Staplerkapazität genutzt wurden. Die automatisiert erhobenen Fahrzeugbewegungen machen deutlich, dass echte Spitzenlasten selten auftreten, viele „Peaks” organisatorisch vermeidbar sind und mindestens drei von zehn Schubmaststaplern ohne Risiko eingespart werden können.
3/3/2026
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In vielen Logistik- und Produktionsumgebungen bleibt die tatsächliche Auslastung der Fahrzeugflotte lange unsichtbar. Zwar sind die Stapler im Einsatz, doch wie effizient sie tatsächlich genutzt werden, wie viele Fahrzeuge wirklich benötigt werden und wo versteckte Kapazitäten schlummern, ist oft unklar. Die Flotte ist eine Blackbox.
Dabei zeigt die Erfahrung: Zwischen subjektiver Wahrnehmung und realer Prozessleistung liegen häufig Welten.
Bewegungsdaten schaffen Transparenz
Klassische Beobachtungen liefern lediglich Momentaufnahmen und keine belastbaren Auslastungsdaten. Motion‑Mining® schließt diese Lücke. Mithilfe mobiler, herstellerunabhängiger Vehicle Logger werden Fahrzeugbewegungen automatisiert erfasst. Anschließend fließen die Daten in die MotionMiners PROCESS INTELLIGENCE (MPI) und werden in aussagekräftige Kennzahlen überführt.
Das Ergebnis ist, dass Abläufe, Lastspitzen und ungenutzte Zeitfenster nun vollständig sichtbar sind. Das ist eine Voraussetzung dafür, dass Entscheidungen auf Fakten basieren können.
Deep Dive: Eine vierwöchige Flottenanalyse und ihre überraschenden Ergebnisse
In einem Projekt wurden zehn Schubmaststapler über vier Wochen hinweg analysiert. Ziel war es, die reale prozessuale Auslastung der Fahrzeuge objektiv zu bewerten und Optimierungspotenziale aufzudecken. Die Logistikfahrzeuge waren in typischen Tätigkeiten wie Verbringung sowie Ein- und Auslagerung im Einsatz.
Die Daten zeichnen ein deutliches Bild:
1. Erkenntnis: Maximale Gleichzeitigkeit – selten erreicht
Die Auswertung in der MPI-Plattform zeigt:
Maximal 9 von 10 Staplern waren gleichzeitig in Bewegung.
Diese Spitzen traten jedoch nur sehr selten auf.
Abseits dieser Spitzen lag die gleichzeitige Nutzung deutlich niedriger.
Diese Kennzahl belegt bereits: Ein Fahrzeug fungiert dauerhaft als Pufferfahrzeug und war nicht operativ notwendig.
2. Erkenntnis: Die „Schein-Peaks“ – Nutzung wirkt höher als sie ist
Um zu verstehen, ob die wenigen Spitzen realen Bedarf widerspiegeln, wurden sie detailliert untersucht. Das Ergebnis:
Selbst in den seltenen Peaks mit 8–9 aktiven Fahrzeugen waren 1–2 Stapler weniger als 10 Minuten im Einsatz.
Die 10‑Minuten‑Schwelle dient als Indikator: Kurzfahrten unter 10 Minuten können in der Regel durch Koordination auf bereits aktive Fahrzeuge verlagert werden, ohne Verzögerungen zu verursachen.
Fazit: Viele Spitzen sind organisatorisch vermeidbar, nicht strukturell notwendig.
3. Erkenntnis: Gesamtauslastung – Nur etwas über 25 %
Über die gesamte Messzeit lag die Auslastung der Flotte bei etwas über 25 %. Das bedeutet: Drei Viertel der Zeit befanden sich die Stapler nicht in einem Fahrprozess.
Diese ausgeprägte Überkapazität bleibt in vielen Unternehmen unentdeckt – sie zeigt sich erst durch präzise Bewegungsdaten.
Das klare Ergebnis: 30 % der Flotte können eingespart werden
Die Kombination der Ergebnisse führt zu einem klaren Befund:
geringe Gesamtauslastung
seltene echte Peaks
viele organisatorisch vermeidbare Kurzzeiteinsätze
So können mindestens 3 von 10 Staplern ohne Risiko eingespart werden. Mit professioneller Flottensteuerung ist das Einsparpotenzial oft noch höher.
Diese Einschätzung basiert auf den erhobenen Messdaten aus dem vierwöchigen Analysezeitraum. Bei der finalen Entscheidung über eine Flottenreduktion sollten individuelle Rahmenbedingungen berücksichtigt werden – insbesondere saisonale Schwankungen, geplantes Mengenwachstum und definierte Sicherheitspuffer. Die Daten liefern die objektive Grundlage; die Bewertung erfolgt immer im Unternehmenskontext.
Vom Datensatz zur Optimierung: Was Unternehmen jetzt tun können
Die Analyse schafft nicht nur Transparenz, sondern bildet die Grundlage für konkrete Veränderungen:
Effizienz steigern: Durch eine bessere Koordination lassen sich Leerfahrten, Stillstände und unnötige Spitzen vermeiden.
Kosten senken: Weniger Fahrzeuge bedeuten weniger Anschaffungs-, Wartungs- und Energiekosten.
Digitale Flottenführung einführen: Moderne Flottenmanagement-Tools können helfen, die verbleibenden Fahrzeuge optimal zu steuern und Einsatzzeiten weiter zu harmonisieren.
Veränderung kommunizieren & verankern: Daten schaffen besonders dort Akzeptanz, wo eine Flottenreduktion auf Skepsis stößt. Transparente Messwerte helfen Führungskräften und Teams, Entscheidungen nachzuvollziehen und gemeinsam umzusetzen. So wird aus einer Analyse ein nachhaltiger Verbesserungsprozess.
Fazit: Wir analysieren. Sie optimieren.
Ob in Industrie, Handel oder Logistik – Bewegungsdaten sind heute der Schlüssel zu einer schlanken, effizienten und zukunftsfähigen Intralogistik. Motion-Mining® verwandelt Ihre Flotte von einer Blackbox in eine datengestützte Entscheidungsgrundlage. So gewinnen Sie Sicherheit, sparen Ressourcen und beschleunigen Ihre Prozesse.
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